Peru – Kajakexpedition in die tiefsten Täler der Welt

13.10. – 26.10.19

Auf der Suche nach besonderen Zielen und einzigartigen Landschaften ist das Team des Exped Clubs auf den Süden Perus gestoßen. In der Region Arequipa mit der gleichnamigen Hauptstadt liegen die zwei tiefsten Schluchten der Welt. Der Rio Cotahuasi mit der über 3.300m tiefen Schlucht und der Rio Colca (3.269m tief) bieten zwei atemberaubende Multidaytrips die landschaftlich und paddeltechnisch keine Wünsche offen lassen. Zum Vergleich: Der Gand Canyon in den USA ist „nur“ ca. 1.800m tief.

Arequipa verfügt über einen internationalen Flughafen, sodass die Anreise sich relativ einfach gestaltet und wir nach dem Flug, mit einem Zwischenstopp in Lima, unser „Basecamp“ in der Landeshaupstadt aufschlagen können.
Durch die Nähe zum Pazifik, Arequipa ist nur 75 km vom Pazifik entfernt, herrscht ganzjährig ein mildes und sonniges Klima mit über 300 Sonnentagen im Jahr.  Jedoch obgleich der Nähe zum Ozean liegt Arequipa im Herzen der Anden auf über 2.300m und ist umrahmt von den Gipfeln der Vulkane Misti (5.822m), Chachani (6.057m) und dem Picchu Picchu (5.664m). Der Misti ist der einzig aktive Vulkan unter den Dreien. Sein letzter Ausbruch ist allerdings über 250 Jahre her.

Bevor wir in die tiefsten Schluchten der Welt starten, wollen wir uns auf dem Rio Chili akklimatisieren und einpaddeln. Der Ausstieg des Rio Chili befindet sich in der Stadt, sodass wir keine lange Fahrt in Kauf nehmen müssen und uns nach der Anreise mit einer lockeren Runde erholen können. Der Rio Chili entwässert die Schneefelder des Misti, ist aber durch einen Damm kontrolliert. Es erwarten uns ca. 6km WW III „read and run“ ohne besondere Schwierigkeiten. Der ideale Einstieg zum warm werden!

Gut erholt starten wir dann am Folgetag zu den Hauptzielen der Tour: den tiefsten Schluchten der Welt!

Obwohl der Rio Colca nur 97km nördlich von Arequipa liegt, dauert die Fahrt bis zum Einstieg ca. 12 Stunden. Das sollte die Vorfreude jedoch nicht schmälern. Denn die Fahrt alleine ist es schon wert aufzubrechen. Die tolle Landschaft, die freundlichen Menschen am Straßenrand, die unglaublichen Straßen – die Fahrt ist das erste Abenteuer auf unserer Tour und wird Bestandteil vieler späteren Erzählungen sein.

Der Hauptgrund für den späten Zeitpunkt unserer Tour sind die niedrigen Wasserstände. Im Oktober landet nur noch wenig Schmelzwasser in den Flüssen und das Wasser der Regenzeit, welche von Dezember bis März dauert, ist schon lange abgelaufen. Dadurch wird es deutlich einfacher. Dennoch liegen einige WW IV Passagen vor uns. Trotz der Tiefe der Schluchtund den hohen Felswänden kann jede Stromschnelle auch umtragen werden. Der Rio Colca und auch der Rio Cotahuasi sind wasserreiche Flüsse mit großen Bouldergärten und breiten Durchfahrten und in den Alpen mit den Innschluchten zu vergleichen.

Die Befahrungen des Colca und des Cotahuasi werden wir völlig autark bewerkstelligen. Das heißt wir werden unsere Kajaks mit dem Notwendigsten bepacken: Schlafsack, Isomatte, Nahrung sowie Wechselklamotten. Auf Zelte oder Tarps können wir verzichten, da es so gut wie nie regnet. Und wenn doch, finden wir in einerderFelsvorsprünge oder Höhlen Unterschlupf. Die Höhlen wurden schon früher zur Aufbewahrung der sogenannten Colcas, Behälter für Getreide, genutzt und sind folglich Namensgeber für den Rio Colca. Die vielen Höhlenmalereien bezeugen dies noch eindrucksvoll.

Für die Befahrungen der beiden Schluchten planen wir genügend Zeit, um uns nichts entgehen zu lassen. Denn neben den historischen Höhlen gibt es mehrere Inka Ruinen zu bestaunen, welche nur unweit des Flusses, abseits der Touristen- und Menschenströme völlig einsam liegen.

Darüber hinaus gibt es heiße Quellen in der Schlucht, die nach einem langen Paddeltag zum entspannen einladen. Und am Morgen nutzen die über uns kreisenden Kondore, mit bis zu 3m Flügelspannweite, die Morgenthermik, sodass wir beim Frühstück die größten Vögel der Welt beobachten können.

Daher planen wir für den Rio Colca 4 Tage und für den Rio Cotahuasi 5 Tage ein.

 

Anforderungen:

Für eine Teilnahme sollte man Erfahrungen im WW IV haben und die Eskimorolle sicher beherrschen. Die persönliche Fitness muss für 5 Paddeltage am Stück ausreichen.

Die Teilnahme am Vorbereitungswochenende ist Vorraussetzung, um mit nach Peruzu reisen.

 

Equipment:
Wir werden unsere eigene Ausrüstung mitnehmen. Dazu gehört ein großvolumiges Creekboot, ein intaktes und stabiles Wildwasserpaddel und die notwendige Bekleidung. Des Weiteren ist ein Sicherheitsset mit Wurfsack, Karabinern und verschiedenen Schlingen mitzubringen. Abgesehen davon brauchen Sie Ihre eigene Campingausrüstung. Um die Verpflegung kümmern sich unsere Guides vor Ort, jedoch sollten Sie, um die Sachen trocken zu verpacken, an wasserdichte Packsäcke denken. Eine detaillierte Ausrüstungsliste erhalten Sie bei der Anmeldung und wird auch noch einmal bei dem Vorbereitungswochenende besprochen.

 

Team:

Wir führen die Expedition bei mindestens 4 Teilnehmern + Guides durch. Chefguide der Tour ist  Exped Team Member Julian Schäfer. Julian war schon mehrfach in Peru, kennt die Flüsse sowie die Region und spricht fließend spanisch. Darüber hinaus ist Julian ein erfahrener Expeditionspaddler mit Fahrtenbucheinträgen auf dem ganzen Globus und als Raftguide mit internationaler Lizenz ausgebildet in swift water rescue, sodass er den Trip auf und neben dem Fluss bestens betreuen kann.

 

Vorbereitungswochenende:

Alle Touren des Exped Clubs beinhalten ein verbindliches Vorbereitungstreffen. Hier werden wir vor allem gemeinsam paddeln, lernen uns dabei kennen und erhalten den ein oder anderen Techniktipp von unseren erfahrenen und gut ausgebildeten Expeditionsguides. Außerdem werden bei den Treffen alle offenen Fragen beantwortet. Die Treffen dienen Ihrer und unserer Sicherheit.

 

Termine:

Vorbereitungswochenende:      Voraussichtlich wird das Vorbereitungswochenende im September 2019
stattfinden. Genauer Ort und Termin wird mit dem Expeditionsbriefing
bekannt gegeben.
Expedition:                                   13.10. – 26.10.2019

 

Leistungen:

  • Expeditionsorganisation
  • Ortskundige und deutschsprachige Guides
  • alle Transfers in Peru
  • Unterbringungen in Peru (an den Flüssen wird gecampt)
  • Ortskundige Guides
  • deutschsprachige Guides
  • Verpflegung während der gesamten Tour
  • Vorbereitungswochenende, Ort wird noch bekannt gegeben
    (Verpflegungs- und Übernachtungsgebühren des Vorbereitungswochendes sind nicht im Preis inbegriffen)
  • Sportversicherung über das Sportbildungswerk des LSB NRW
  • Reiserücktrittsversicherung über das Sportbildungswerk des LSB NRW

Nicht im Preis inbegriffen sind:

  • Flug + Kajaktransport (Wir helfen gerne beim Buchen!)
  • Snacks + Alkohol
  • Campinggebühren und Verpflegung bei unserem Vorbereitungswochenende

Zusätzlich wird dringend empfohlen eine Auslandskrankenversicherung abzuschließen!

 

Preis:

  • 1980,- € pro Person

    Frühbucherpreis bis zum 01.04.2019:

    1880,- € pro Person

 

Mindestteilnehmerzahl: 4

 

Anmeldung und weitere Informationen:

info@kayak-exped.de